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Satan und Ischariot I

Satan und Ischariot I
In der Sonora
Ein Teufelsstreich
Winnetou
Vergeltung
Der Player
Der Gefahr entgegen
 
 

Der Player 

»Das? Das weiß ich!«
 
»So? Sie wissen es? Und dennoch wagen Sie es, den Sennor zu verdächtigen! Und Sie erkennen nicht, welch ein edler Zug es von ihm ist, daß er sich zu diesem Kaufe entschlossen hat?«
 
»Ein edler? Wieso?«
 
»Durch die Verwüstung, welche die Roten angerichtet haben, hat die Besitzung beinahe allen Wert verloren. Es hätte großer Kapitalien und langer Jahre bedurft, sie wieder in den vorigen Stand zu bringen. Ich war mit einem Schlag ein armer Mann geworden, und kein Mensch hätte mir auch nur einen Centavo für die Hazienda geboten. Dieser Herr aber fühlte sich durch meine hilflose Lage in seinem guten Herzen gerührt und bot sich mir, als wir wieder frei waren, als Käufer an.«
 
»So! Und Sie waren sehr erfreut über diese außerordentliche Barmherzigkeit?«
 
»Spotten Sie nicht! Es war wirklich Barmherzigkeit von ihm, daß er mir eine Summe zahlte, welche er binnen zehn Jahren mit dieser Besitzung nicht verdienen kann. Was sage ich, zehn Jahre! Zwanzig und dreißig muß ich sagen! Solange hat er sein schweres Geld hineinzustecken, ohne daß er einen Centavo herauszieht.«
 
»Darf ich fragen, wieviel er gegeben hat?«
 
»Zweitausend Pesos. Mit diesem Gelde kann ich neu beginnen, während ich auf der verwüsteten Hazienda hätte verhungern müssen.«
 
»Der Kauf ist nun gerichtlich abgeschlossen und nicht mehr rückgängig zu machen?«
 
»Nein. Ich würde übrigens der dümmste Mensch sein, wenn ich den Gedanken hegen könnte, dies zu thun.«
 
»Er hat die zweitausend Pesos bezahlt?«
 
»Ja, gleich nachdem wir den Handel besprochen hatten.«
 
 
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