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Satan und Ischariot I

Satan und Ischariot I
In der Sonora
Ein Teufelsstreich
Winnetou
Vergeltung
Der Player
Der Gefahr entgegen
 
 

Der Player 

Du wirst dafür täglich zwei Cigaretten mehr rauchen dürfen als bisher.«
 
Er machte ein Gesicht, als ob er selbst soeben ergriffen und arretiert worden sei. Sie bemerkte das nicht, warf mir einen fast mitleidigen Blick zu und fuhr fort:
 
»Sie scheinen auch nicht der Held zu sein, für den wir Sie halten sollen, Sennor, sonst würden Sie sich nicht so darüber freuen, daß der Player schon gefangen ist, wenn Sie hinkommen.«
 
»Allerdings freue ich mich, und das kann mir niemand übel nehmen. Der Mann ist wirklich mehr als lebensgefährlich. Jede Kugel, welche trifft, macht ein Loch in die Haut.«
 
»Und Sie sind wohl kein Freund von solchen Löchern?«
 
»Nein, denn wenn sie zu tief gehen, ist's zu Ende mit einem.«
 
»So gebe ich Ihnen freilich den Rat, sich hübsch in acht zu nehmen, daß Ihre liebe Haut nicht verletzt wird. Mein Mann aber weiß, daß dem Mutigen die Welt gehört und dem Kühnen das Glück günstig ist. Meine Seele wird ihn umschweben und beschützen. Meinst du nicht, lieber Mann?«
 
»Ja,« nickte er mit einem Gesichte, als ob er Pfefferkörner anstatt Korinthen zerbissen hätte. »Vergiß aber nicht, mir auch ein Kissen auf den Sattel legen zu lassen, damit ich das Pferd nicht allzusehr drücke!«
 
Sie schlüpfte aus ihrer Hängematte und ging an mir vorüber, ohne mich anzusehen. Ich war in ihren Augen ein feiger Wicht, der sich fürchtete, ein Loch in die Haut zu bekommen. Vor Winnetou aber blieb sie stehen, ließ ihn ihr liebenswürdigstes Lächeln sehen und fragte:
 
»Sennor Winnetou, Sie haben also wirklich die Absicht, die Nacht hier in Ures zu verbleiben?«
 
 
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