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Ein Teufelsstreich
müssen, wohin ich wollte. Mich heimlich entfernen? Das hätte den Verdacht, den ich vermeiden wollte, ja gerade hervorrufen müssen. Während ich darüber nachsann, dachte ich an den Herkules und an seine Worte, daß ich im ganzen Leben kein guter Reiter werden würde, Das war es, was mir ermöglichte, meinen Plan auszuführen. Mein Pferd mußte mit mir durchgehen.
Die Absicht, diesen Plan auszuführen, wirkte so beruhigend auf mich, daß ich endlich doch einschlief und erst dann erwachte, als die andern schon munter waren und sich zum Aufbruche rüsteten. - Der Mormone betrieb denselben mit auffälliger Eile, und ich erriet den Grund, welchen er dazu hatte. Seine Fährte hatte sich nämlich dem weichen Sande so tief eingedrückt, daß man sie mit dem Auge bis zu dem Gebüsch verfolgen konnte. Da er mich für Old Shatterhand hielt, der ich ja auch war, so besorgte er, daß ich diesen Stapfen meine Aufmerksamkeit widmen und ihnen folgen werde. In diesem Falle hätte ich auch die Spuren derer finden müssen, mit denen er während der Nacht verhandelt hatte. Um dies zu vermeiden, trieb er zum Aufbruche.
Und doch hatte ich dieselbe Sorge wie er, denn die Eindrücke meiner Füße waren ebenso mit der größten Deutlichkeit zu sehen. Er konnte sie unmöglich ignorieren. Jedenfalls aber glaubte er, daß sie von einem seiner Verbündeten herrührten, welcher sich von dem Gebüsch aus nach unserm Lagerplatze geschlichen hatte, ohne dies später bei der Unterredung zu erwähnen.
Als ich mein Pferd aufschirrte, steckte ich einige scharfe Sandkörner zwischen Haut und Sattel und zog dann den Gurt scharf an. Nach dem Aufsteigen stellte ich mich in die Bügel und machte mich möglichst leicht, sodaß das Pferd noch keinen Schmerz empfand. Als ich mich aber
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