|
|
|
|
| |
Ein Teufelsstreich
Vielleicht hätte er mich noch einmal angegriffen, in welchem Falle er sicher wieder in das Wasser geflogen wäre, es kam aber einer dazwischen, den ich in diesem Augenblicke nicht hier zu sehen erwartet hätte.
Als ich den Major domo in das Wasser warf, hatte ich mich von dem Hause ab- und dem Bache zuwenden müssen. Dabei fiel mein Blick auf das noch offen stehende Thor, durch welches soeben Melton, der Mormone, hereingeritten kam. Er sah, was geschah, sah auch den Haziendero am offenen Fenster stehen, trieb schnell sein Pferd herbei und rief:
»Was geht hier vor? Ich glaube gar, ein Kampf! Das muß auf einem Versehen beruhen, welches ich gleich aufklären werde. Haltet also Ruhe!«
Diese letzteren Worte waren an den Major domo gerichtet; dann wendete er sich an mich:
»Wir suchten Sie vergeblich. Wie kommen Sie hierher?«
»Auf die allereinfachste Weise,« antwortete ich. »Sie wissen, daß mein Pferd durchging, es ist mit mir bis hierher gelaufen.«
»Sonderbar! Sie werden mir später von diesem eigentümlichen Ritte zu erzählen haben!«
»Dazu giebt es keine Zeit; ich muß fort; man hat mich hinausgeworfen.«
»Und dafür machen Sie sich das Vergnügen, die Leute ein wenig ins Wasser zu werfen!«
»Allerdings. Das ist so eine Eigentümlichkeit von mir, die ich nicht wohl abzulegen vermag.«
»Ich muß erfahren, was geschehen ist, und es wird sich alles aufklären. Warten Sie nur, bis ich mit Don Timoteo gesprochen habe! Bleiben Sie noch da; ich komme bald zurück!«
|
|
|
| |
|