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Ein Teufelsstreich
für mich halten und auf ihn schießen konnte. Ich richtete mich hinter ihm halb auf, nahm ihn beim Halse und riß ihn hintüber. Er stieß einen Schrei aus und ließ das Gewehr fallen. Da er mit dem Kopfe zwischen meine Beine zu liegen gekommen war, stemmte ich ihm die beiden Kniee rechts und links auf Brust und Schultern und griff nach seinen Händen, mit denen er krampfhaft hin und her fuhr; ich faßte sie - ein Knack und ein Schmerzensruf - noch ein Knack und ein noch lauteres Brüllen - er lag halb wehrlos unter mir, da ich ihm in der Hitze des kurzen Kampfes die beiden Hände in den Gelenken gebrochen hatte. Er konnte nur mit den Füßen vor sich stoßen; sich aufzurichten vermochte er nicht, da ich schwer auf ihm kniete. Die Arme bewegte er wohl, konnte mir aber mit seinen schlaff herabhängenden Händen nichts anhaben. Desto mehr arbeitete er mit den Stimmwerkzeugen. Er schrie wie ein Gepfählter, ob vor Wut, vor Angst oder vor Schmerz, das wußte wohl er selber nicht, wahrscheinlich aber wohl aus allen drei Gründen.
Indem ich ihn niederhielt, sah ich, daß die Indianer trotz seines Geheules nach meiner Weisung ruhig und ohne anzuhalten draußen vorüber wollten. Da rief ich ihnen zu:
»Meine jungen Brüder mögen hierher kommen und ihre Schwester draußen bei dem Pferde lassen!«
Sie folgten schnell meiner Weisung und banden dem Mormonen die Arme und Beine zusammen, was ich, wenn es nötig gewesen wäre, auch allein fertig gebracht hätte. Dann schafften wir ihn hinaus, wo wir sein Gesicht deutlicher sehen konnten. Sein Geschrei hatte aufgehört; er lag ganz ruhig da.
»Nun, Master Melton,« sagte ich in englischer Sprache, weil dies seine Muttersprache war, »habe ich wirklich
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