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Ein Teufelsstreich
ungeübte Knaben hält, welche kein Pferd zu holen verstehen.«
Ich hatte die Gebräuche und Anschauungen der Indianer genugsam kennen gelernt, um zu wissen, daß die beiden jungen Menschen sich zurückgesetzt fühlten. Die gegenwärtigen Umstände nötigten mir die Absicht auf, mit ihrem Stamme in Verbindung zu treten, und so hielt ich es allerdings für geraten, ihnen Vertrauen zu zeigen. Darum antwortete ich:
»Ich sah, wie tapfer ihr euch gegen eure Angreifer verteidigtet, und halte euch also für mutige Jünglinge. Auch bezweifle ich nicht, daß ihr neben dem Mute die nötige Geschicklichkeit besitzet, und so will ich euch fragen, ob ihr die Pferde holen wollet.«
»Wir wollen!« erklang es in frohem Tone.
»Gut! Ich brauche euch also nicht zu sagen, wohin ihr euch zu wenden habt?«
»Nein. Wir sahen die Pferde, an denen wir vorüberkamen. Es wird sehr leicht sein, zwei zu bekommen.«
»Zwei? Wir brauchen drei!«
»Eins besitzt doch der Gefangene. Er wird uns sagen müssen, wo er es angebunden hat.«
»Das nehmen wir nicht. Er hat es von Lobos aus geritten; es ist also ermüdet, während auf der Weide frische zu finden sind. Ich möchte noch weiter sprechen, kann aber das, was ich noch zu sagen habe, euch später mitteilen. Ihr möget also sogleich aufbrechen; ich werde euch hier erwarten.«
Sie entfernten sich augenblicklich, ohne ihrer Schwester ein Wort zu sagen. Ich legte mich neben den Mormonen ins Gras, neugierig, wie die Knaben ihre Aufgabe lösen würden. Melton lag unbeweglich wie ein Toter. Sein Stolz verbot es ihm, ein Wort oder gar eine Bitte aus-
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