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In der Sonora
chinesische Kulis könnte man genug bekommen, doch mag man sie nicht, denn wer diese unsauberen Geister beschwört, der wird sie nicht wieder los - - aber die Gambusinos, die Prospektors, wird man sagen; das sind doch die eigentlichen Goldsucher und Minenarbeiter; warum engagiert man diese nicht? Sehr einfach darum, weil damals keine zu haben waren; sie waren alle hinüber nach Arizona, wo das Gold in hellen Haufen liegen sollte. Darum waren die Reviere von Sonora verödet, gerade wie noch heute, wo nicht nur der Bergbau, sondern auch die Viehzucht des Landes unter der Furcht vor den wilden Indianern darniederliegt.
Auch ich hatte nach Arizona gewollt, doch nicht etwa weil auch am Goldfieber leidend, sondern aus Interesse für das eigenartige Leben, welches in den Diggins herrscht; da aber kam die bekannte Erhebung des mexikanischen Generals Jargas; ich wurde vom Herausgeber einer Zeitung in San Franzisko gefragt, ob ich für sein Blatt nach dem Schauplatze der Empörung gehen wolle, um Berichte zu schreiben, und ich ergriff mit Freuden diese Gelegenheit, eine Gegend kennen zu lernen, welche ich sonst wohl nie zu sehen bekommen hätte. Jargas hatte kein Glück; er wurde besiegt und erschossen, und ich ging, nachdem mein letzter Bericht abgesandt worden war, über die Sierra Verde zurück, um nach Guaymas zu kommen. Dort hoffte ich eine Schiffsgelegenheit nach einem nördlicheren Orte des kalifornischen Golfes zu finden, denn ich wollte nach dem Rio Gila, wo ich laut einer Verabredung mit meinem Freunde, dem Apatschenhäuptling Winnetou, zusammentreffen sollte.
Leider ging meine Rückkehr nicht so schnell von statten, wie es in meinem Wunsche lag. Ich hatte, als ich mich noch in der einsamen Sierra befand, das Unglück, daß
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