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In der Sonora
»Schokolade?« fragte ich, wobei mein Gesicht einen nicht eben sehr geistreichen Ausdruck gehabt haben mag. »Ja, die habe ich schon oft getrunken.«
»Nun, das ist ja welche!«
»Schokolade? Wirklich? Das hätte ich nicht gedacht!«
»Nicht wahr?« nickte mir der Wirt erfreut zu. »Ja, meine Schokolade ist weithin berühmt. Wer weiß, was Sie an anderen Orten für Zeug getrunken haben. Die meinige aber ist so echt, ist so einzig, daß ein jeder, der zum erstenmale zu mir kommt, sich darüber verwundert und gar nicht glauben will, daß es Schokolade ist. Hieraus mögen Sie ersehen, daß Sie bei mir alles vortrefflich finden werden.«
Ich war heimlich ganz anderer Meinung, hielt es aber nicht für nötig, ihm dies zu sagen, sondern erkundigte mich:
»Was werden Sie mir als Abendbrot vorsetzen, Don Geronimo?«
»Abendbrot?« fuhr er überrascht auf und erklärte mir dann, indem er auf die Tasse zeigte: »Da steht es ja; das ist es!«
»Ah so! Was geben Sie als Frühstück?«
»Eine Tasse meiner unübertrefflichen Schokolade.«
»Als Mittagessen?«
»Wieder eine Tasse. Das ist das beste, was man genießen kann.«
»Wer aber Brot und Fleisch oder ähnliches haben will?«
»Der muß zum Bäcker und zum Fleischer gehen.«
»So sagen Sie, ob Sie Wein haben. Die Schokolade hilft nicht gegen den Durst.«
»O, ganz ausgezeichneten! Wollen Sie ein Glas?«
»Ja. Was kostet es?«
»Dreißig Centavos.«
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