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In der Sonora
Das war nach deutschem Gelde ein halber Thaler. Don Geronimo gab mir die Ehre, den Wein selbst zu holen, reichte ihn aber seiner Tochter anstatt mir. Sennorita Felisa trank das Glas halb aus, ohne eine Miene zu verziehen, und gab es mir dann mit einem holdseligen Lächeln. Ich nahm einen kleinen Schluck, welcher einen sofortigen Hustenanfall zur Folge hatte. Der »Wein« war das reinste Gift, die wahre Schwefelsäure.
»Trinken Sie langsam, langsam!« warnte mich der Wirt. »Mein Wein ist viel zu stark für Sie, aus den köstlichsten Trauben gekeltert.«
»Ja, er ist mir allerdings zu stark, Don Geronimo,« hustete ich. »Erlauben Sie, daß ich zum Bäcker und zum Fleischer gehe!«
»So trinken Sie das Glas nicht vollends aus?« fragte die Sennorita.
»Nein. Ich habe leider allzu große Rücksicht auf meine Gesundheit zu nehmen.«
Da führte sie das Glas an ihren Rosenmund, leerte es, wieder ohne eine Miene zu verziehen, und bat mich dann in zutraulichem Tone:
»Wenn Sie zum Bäcker und Fleischer gehen, so bringen Sie mir etwas mit, Sennor. Noble und aufmerksame Gäste pflegen dies stets zu thun.«
Nicht übel! Vier und eine halbe Mark zahlen, dafür dreimal Mehl- und Sirupwasser, einen Platz in der wahrscheinlich starkbevölkerten Hängematte und dazu die Familie des Wirtes mit Proviant versorgen! Meson de Madrid! Das beste Hotel der Stadt! O Stadtschreiber, Stadtschreiber, deinen guten Rat und deine Empfehlung dieses Hauses in allen Ehren, aber ich will mich doch einmal weiter umsehen!
Ich ging, natürlich ohne meine verräterische Absicht
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