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In der Sonora
einquartiert hat, obgleich ich die Kabine bezahle. Da Sie, wie ich höre, ein Deutscher sind, will ich es mir gefallen lassen, setze aber voraus, daß ich mich nicht über Sie zu ärgern brauche.«
Das war sehr deutlich gesprochen; aber der gute Mann war herzenskrank, was bei mir natürlich als Entschuldigung galt, und so antwortete ich ihm lächelnd in freundlicher Weise:
»Ich werde mich bemühen, gute Kameradschaft zu halten, da Sie mir als Genosse von allen Passagieren der liebste sind.«
»Wieso? Sie kennen mich doch gar nicht. Warum diese Schmeichelei! Ich liebe das nicht.«
»Es ist nicht Schmeichelei, sondern die Wahrheit. Der Jude hat mir von Ihnen erzählt. Sie werden sich nicht über mich zu beklagen haben.«
»Wenn Sie dies wirklich wünschen, so machen Sie nicht etwa Judith den Hof. Ich werde jeden, der dies zu thun wagen sollte, mit der Faust zu Boden schlagen!«
»Keine Sorge!« lachte ich. »Auf einem solchen Abwege können wir uns niemals begegnen. Warum aber haben Sie damals den Reservelieutenant nicht auch niedergeschlagen?«
»Weil ich Mitleid mit dem Kerlchen hatte. Er wäre unter meinem Griffe in lauter Scherben und Splitter zerbrochen, und ich wußte, daß nicht seine Person, sondern seine Uniform an Judiths Untreue schuld war. Sprechen wir nicht weiter davon, und lassen Sie den Alten nur schwatzen. Ich weiß, was ich thue, und mag nichts über diesen Gegenstand hören.«
»Auch ich vespüre nicht die mindeste Lust, mich damit zu befassen; aber sagen Sie mir wenigstens, wie er heißt und was für eine Art von Geschäft er betrieben hat!«
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