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Vergeltung
»Wohin willst du mich schleppen? - Doch zu unserm Lager nicht!«
»Ganz nicht, doch in die Nähe desselben, ich hoffe aber, dir noch im Laufe des Vormittags deinen Wunsch erfüllen zu können.«
»Warum ist es jetzt unmöglich?«
»Weil deine Krieger mich mit ihren Waffen empfangen würden und ich noch keine Lust habe, mir einige Löcher in den Körper schießen oder stechen zu lassen.«
»Sie werden dir nichts thun, sondern dir dafür, daß du mich ihnen wiederbringst, sogar dankbar sein.«
»Es sollte mich freuen, diese Dankbarkeit zu sehen, und eben darum auch will ich lieber bis zum Vormittage warten. Jetzt ist es trotz des Mondscheins nicht hell genug, meine Seele an dem Entzücken der Deinigen laben zu können.«
»Deine Seele ist noch finsterer als die Nacht, wenn kein Mond sie erhellt. Deine Worte haben einen freundlichen Klang, aber sie bergen eine Tücke in sich, die ich nicht zu durchdringen vermag!«
»Man soll jemand, der einem eine Ueberraschung bereiten will, nicht deshalb gleich der Heimtücke zeihen. Komm nur mit, so wirst du sehen, was ich dir zeigen will!«
Er konnte in seiner gezwungenen Lage nichts thun, als mir folgen, wäre aber wohl auch ohne Zwang, nur von der Neugierde getrieben, mitgegangen. Ich führte ihn bis dahin, wo der erste Posten am Rande des Waldes stand und von da aus in den letzeren hinein, ihn bedrohend:
»Merke jetzt, was ich dir sage! Du hast von jetzt an, bis ich dir das Reden erlaube, kein Wort zu sprechen; ja selbst beim ersten lauten Hauche wird dir sofort die
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