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Vergeltung
»Uff!« rief er betroffen aus, da er diese Bemerkung wirklich jetzt erst machte.
»Sieh hinüber, und überzeuge dich, daß unsere Krieger zwischen deinen Yumas und deren Pferden liegen! Mit deiner Hoffnung, daß die Eingeschlossenen doch unsere Reihen sprengen werden, ist es also nichts.«
Er blickte schweigend zu Boden nieder, und ich hütete mich wohl, den Eindruck meiner Worte durch eine nicht notwendige Bemerkung abzuschwächen. Es verging eine Weile; dann hob er den Kopf und sagte:
»Wenn die Mimbrenjos wirklich sofort schießen, so ist das Mord, denn meine Krieger sind ganz ahnungslos.«
»Hast du nicht die Dörfer der Mimbrenjos überfallen und zerstört? Sie wußten nichts von eurem Raubzuge; sie waren ahnungslos. Hast du nicht die beiden Söhne und die Tochter des >starken Büffels< töten wollen? Sie wußten nicht, daß du dich in dem Thale befandest; sie waren ahnungslos. Hast du nicht die Hazienda del Arroyo überfallen, ausgeraubt, eingeäschert und dabei mehrere Bewohner derselben ermorden lassen? Sie wußten nichts von eurer Annäherung; sie waren ahnungslos. Die Ahnungslosigkeit ist bei dir kein Grund zur Schonung, folglich nun bei mir auch nicht.«
Er schwieg. Was hätte er mir auch entgegnen können! Ich aber fügte noch hinzu, um ihn ganz niederzudrücken:
»Was ihr verübtet, das war, vom Raube ganz abgesehen, der reine Mord; aber wenn wir euch töten, so ist es nicht Mord, nicht einmal Totschlag, sondern eine ganz gerechte Belohnung oder Bestrafung eurer Missethaten. Kannst du vielleicht ein einziges Wort dagegen vorbringen?«
Er sagte nichts, und so schwieg auch ich. Der Mond stand jetzt im Zenith und übergoß auch das Lager der Yumas mit silbernem Lichte. Man sah von da aus, wo
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