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Vergeltung
»Du verlangtest die Wahrheit von mir!«
»Die Wahrheit? Ah so! Aber wenn ich sie finde, so kann das niemand retten, weil du das nicht thun wirst, was ich von dir verlange.«
»Was ist das?«
»Deine Krieger auffordern, die Waffen zu strecken und sicb zu ergeben.«
Er blickte beschämt zu Boden. Ich steigerte mit Absicht seine Verlegenheit, indem ich hinzufügte:
»Es wurde dir ins Gesicht behauptet, daß du schon beim Morgengrauen dazu bereit sein würdest; du aber verlachtest uns. Jetzt graut der Tag noch nicht, und schon hat dein Sinn sich geändert. Darum kann ich an diese Aenderung unmöglich glauben; ich traue dir nicht; ich vermute eine List dahinter und werde das Zeichen geben; der Kampf mag beginnen.«
»Warte noch, warte noch, und höre, was ich dir zu sagen habe!«
»So sprich, aber schnell! Ich habe keine Lust, die Zeit unnütz zu verschwenden.«
»Ist die Möglichkeit vorhanden, daß meine Krieger geschont werden und, wenn sie sich gefangen geben, die Freiheit wieder erlangen?«
»Ich sage nur: vielleicht.«
»Und daß auch ich mein Leben behalte und wieder freigelassen werde?«
»Das ist weit schwieriger. Deine Leute sind weniger schuldig, als du. Deine Missethaten sind so groß und schwer, daß es eines ganz außergewöhnlichen Grundes bedürfte, deine Rettung zu ermöglichen. Der >starke Büffel< aber wird dich auf keinen Fall und aus keiner Ursache begnadigen. An ihn dürftest du dich nicht wenden.«
»Aber an dich und Winnetou?«
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