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Vergeltung
»Die brauche ich nicht.«
»Wieso? Hast du etwa allein zu befehlen? Hat Winnetou und habe ich nicht auch etwas zu sagen?«
Er war wieder einmal zornig, was bei ihm öfters geschah. Ich antwortete ihm in aller Gemütlichkeit:
»Ja, auch ihr habt mit zu bestimmen; aber ich habe versprochen, diesmal nicht auf euch zu horchen. Ja, ich habe noch viel, viel mehr versprochen.«
»Noch mehr! Was?«
»Den >großen Mund< und alle seine Leute heimlich zu befreien, indem ich ihre Fesseln durchschneide.«
»Das, das hast du versprochen, das?!« fuhr er mich wütend an. »Wie konntest du wagen, dies zu tun! Wie konntest du ohne unsere Zustimmung - - - «
Er kam nicht weiter, denn Winnetou ergriff ihn so fest beim Arme, daß er vor Schmerz die Rede vergaß, und ermahnte ihn:
»Warum schreit mein roter Bruder wie ein altes Weib, welchem die Zähne schmerzen! Soll der >große Mund< hören, was wir sprechen? Hat er jemals vernommen, daß Old Shatterhand ohne Ueberlegung handelt? Wenn er ein gutes Versprechen gegeben hat, so wird er es halten; ist es aber ein schlechtes, so hat er es gegeben, weil er weiß, daß er es nicht zu halten braucht.«
»Aber Old Shatterhand pflegt jedes Versprechen zu halten!«
»Wenn die Bedingungen erfüllt werden, unter denen er es gegeben hat.«
»So! Bedingungen!« brummte der noch immer zornige Häuptling. Und dann fuhr er mich bissig an: »Behalte deine Bedingungen für dich; ich mag sie nicht wissen!«
Damit wendete er sich von uns ab und warf sich
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