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Vergeltung
soviel zu erfahren, daß ich das übrige durch Schlüsse zu ergänzen vermochte. Ich brauchte das Gespräch mit ihm gar nicht zu beginnen, ihm gar nicht merken zu lassen, wieviel mir an der Sache lag; ich war vielmehr überzeugt, von ihm angeredet zu werden, sobald er mich in seiner Nähe sehen würde. Darum gab ich mir den Anschein, die Fesseln der Gefangenen untersuchen zu wollen, und kam dabei auch zu ihm.
Als ich seine Riemen betastete, fragte er in zornigem Tone, doch so, daß nur ich es hörte:
»Warum hast du meine Krieger überfallen?«
»Weil sie unsere Feinde sind.«
»Aber warum thust du es, da du doch dein Versprechen halten und sie wieder freigeben mußt?«
»Ich mußte ihnen doch die geraubten Tiere abnehmen, da ich sie dem Haziendero zurückbringen will.«
»Dem Don Timoteo Pruchillo?«
»Ja.«
»Der ist ja gar nicht mehr Haziendero!« lachte er.
»Wer denn?«
»Das Bleichgesicht, welches ihr Melton nennt.«
»Melton? Wie kommt der dazu, Haziendero zu sein?«
»Er hat die Hazienda dem Don Timoteo abgekauft. Willst du etwa ihm die Tiere bringen?«
»Fällt mir nicht ein! Ich schaffe sie zu Timoteo Pruchillo.«
»Den findest du nicht. Er ist aus dem Lande hinaus.«
»Woher weißt du das?«
»Von Melton, der es so mit Weller beschlossen hatte.«
»Also befindet sich Melton jetzt als Besitzer auf der Hazienda?«
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