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Winnetou
»Ich meine es anders, nämlich so, ob du die Sprache der Tiere verstehst?«
»Kein Mensch versteht sie!«
»Ich verstehe sie doch. Soll ich dir sagen, was der Schrei des Frosches dir mitteilen will?«
»Sage es nur immer!« antwortete er, indem er verächtlich lachte.
»Der Frosch teilt dir mit, daß du heute einen Verlust haben und infolgedessen auf dem Wege, den du hierher gekommen bist, wieder zurückreiten wirst.«
»Der große Geist hat dir die Sinne verwirrt!«
»Nein, sondern er hat mir die Sinne geöffnet und geschärft. Ich höre Schüsse fallen; ich höre den Hufschlag eurer Pferde und das Wutgeheul eurer Krieger. Ihr werdet mit zwei Menschen kämpfen, einem großen und einem kleinen, und sie nicht besiegen können. Schande wird über euch ergehen, und diejenigen, welche ihr verhöhntet, werden euch verlachen!«
Er öffnete schon den Mund zu einer wütenden Antwort, besann sich aber, nahm die Arme von der Brust, ließ sie fallen und musterte mein Gesicht mit einem sehr ernsten, bedenklichen Blicke. Dann sagte er: »Verstehe ich dich recht? Old Shatterhand spricht nie wie ein Unsinniger. Seine Reden haben Sinn, selbst wenn man sie nicht versteht. Was meinst du mit deinen Worten! Von welcher Schande redest du?«
»Denke nach, so wirst du es finden. Und wenn du es nicht findest, so warte, dann wird es bald kommen!«
Er dachte so angestrengt nach, daß er dabei die Augen verdrehte; dann rief er aus:
»Ich hab's gefunden; ich weiß es! Eine Schande hier, und dann reiten wir zurück? Du glaubst, entkommen zu können, und meinst, daß wir dich verfolgen werden
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