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Winnetou
Ich wußte, daß seine Worte, wie sich auch bald zeigte, Ironie enthielten, und antwortete: »Nein.«
Er fragte nach der Reihe, ob ich erstochen, erschlagen, verbrannt, vergiftet oder erstickt werden wolle, und ich antwortete jedesmal mit einem entschiedenen Nein.
»Er antwortet nur mit Nein; er mag mir aber doch selbst sagen, für welche Todesart er sich entschieden hat!«
»Ich möchte neunmal zehn oder zehnmal zehn Jahre alt werden und dann ruhig einschlafen, um jenseits des Lebens wieder zu erwachen,« sagte ich.
»Das ist der Tod der Feiglinge; Old Shatterhand aber ist eines andern Todes wert. Ein solcher Mann muß jede Art des Todes kennen lernen, eine nach der andern, ohne mit der Wimper zu zucken, und diesen Vorzug, diesen Ruhm soll er bei uns finden. Zunächst werden wir ihm die Hände und Füße zerbrechen, wie er die Hände meines weißen Freundes Melton zerbrochen hat.«
Er sah mich forschend an, um zu beobachten, was diese Ankündigung für einen Eindruck auf mich machen werde.
»Das ist gut!« antwortete ich, indem ich lächelnd nickte.
»Dann werden wir ihm die Muskeln der Arme und Beine durchstechen und ihm die Nägel von den Fingern und Zehen reißen!«
»Darauf freue ich mich!«
»Nachher skalpieren wir ihn bei lebendigem Leibe!«
»Sehr richtig, denn wenn ich tot wäre, würde ich es nicht fühlen.«
»Dazwischen lassen wir die Wunden stets wieder heilen, damit er stark für neue Martern werde.«
»Das ist mir lieb, weil ich sonst die neuen vielleicht nicht gut vertragen würde.«
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