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Winnetou
»Ja, ich, denn ich habe einen Namen für dich.«
Er senkte den Kopf, um sein Entzücken zu beherrschen. Er hätte mich sicher gar zu gern nach diesem Namen gefragt, doch wäre das gegen alle Regeln der Höflichkeit und Bescheidenheit gewesen. Darum fuhr ich, um seine Wißbegierde zu stillen, fort:
»Kannst du dir nicht denken, welchen Namen ich meine?«
»Nein.«
»So sage mir, welches die erste That ist, durch welche du dich ausgezeichnet hast!«
»Meine erste That,« antwortete er seufzend, »war die, daß ich Old Shatterhand in die Hände der Feinde trieb.«
»Das hast du ja wett gemacht und ist also gesühnt; es war kein Thun, sondern ein Unterlassen, ein Nichtbeachten der von mir vorgezeichneten Vorsichtsmaßregeln. Dein erstes Thun, deine erste, wirkliche That war meine Befreiung. Was meinst du wohl, daß deine Krieger zu dieser That sagen werden?«
»Wer Old Shatterhand befreit, der ist der glücklichste und berühmteste der Krieger und wird niemals einer Medizin bedürfen.«
»Nun wohl, du hast zu meiner Befreiung mitgewirkt und dabei zwei Yumas erschossen; ich werde also am Feuer der Beratung den Aeltesten deines Stammes vorschlagen, dich Yuma- Shetar zu nennen, und ich bin überzeugt, daß sie auf diesen Vorschlag eingehen werden.«
»Gewiß werden sie das, ganz gewiß!« rief er aus oder vielmehr schrie er laut auf. »Es ist ja ein Ruhm für den ganzen Stamm der Mimbrenjo, von Old Shatterhand einen solchen Vorschlag gemacht zu erhalten. O Manitou, Manitou! Ich wußte es gar wohl, daß ich bei
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