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Satan und Ischariot I

Satan und Ischariot I
In der Sonora
Ein Teufelsstreich
Winnetou
Vergeltung
Der Player
Der Gefahr entgegen
 
 

Winnetou 

»Eure Gewehre und eure Pferde.«
 
»Warum und wozu?« fragte er, indem er mich, erstaunt über diese Forderung, anblickte.
 
»Darum!« antwortete ich, indem ich mit der Linken das Tuch aus dem Gesicht strich und mit der Rechten den Stutzen auf sie richtete. »Ihr habt selbst gesagt, wie oft ich mit diesem Gewehre zu schießen vermag. Wer von euch von der Stelle weicht, erhält augenblicklich eine Kugel. Und dort im Gebüsch steht der Mimbrenjo mit meinem Bärentöter, dessen Kugel bis hieher und auch noch weiter geht.«
 
Sie blieben halten, nicht etwa infolge meines Befehls, sondern vor Schreck, und starrten mir mit weit geöffneten Augen in das jetzt unverhüllte Gesicht.
 
»Uff!« stieß der Sprecher hervor. »Das ist Old Shatterhand!«
 
»Old Shatterhand, Old Shatterhand!« wiederholten die beiden andern.
 
»Ja, Old Shatterhand ist's,« nickte ich, das Gewehr mit der Mündung noch immer auf sie richtend, »Wendet nicht um, sonst schieße ich! Ihr wollt mich fangen und seid nun selbst gefangen. Ich will euch aber frei lassen und euch die Erlaubnis geben, zu eurem Häuptling zurückzugehen. Laßt eure Gewehre fallen!«
 
Sie hatten ihre Flinten, wie Indianer bei jeder fremden Begegnung zu thun pflegen, in den Händen, doch nicht schußbereit. Sie wagten nicht, sie gegen mich zu erheben, gehorchten aber doch nicht sogleich.
 
»Schnell, sonst schieße ich! Ich warte nicht!« donnerte ich sie an. »Eins -   zwei -  -  -  «
 
Ich hatte noch nicht »drei« gesagt, so ließen sie die Gewehre aus ihren Händen und von den Pferden herab auf die Erde fallen.
 
 
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